Blitzlicht der Woche (KW 45)

Diese Woche infor­miert Bür­ger­meis­ter, Dr. Karl­heinz Ste­phan zum Thema „Informationsveranstaltung Asyl am 13. November um 18:00 Uhr im Sportpark Mühlried“.

wie bereits angekündigt wird es am 13. November (um 18:00 Uhr) eine zweite große öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema „Asyl“ im Mühlrieder Sportpark geben.

logo sobStand heute beherbergen wir 222 Asylbewerber in Schrobenhausen,  davon 169 Personen im Containerdorf und weitere 53 Personen in der Stadthalle. Da der Landkreis nach wie vor wöchentlich 30 Flüchtlinge von der Regierung zugewiesen bekommt, müssen auch wir uns in Schrobenhausen täglich auf Neuzuweisungen einstellen.

Der Bau- und Umweltausschuss hat am 13. Oktober den Auftrag zur Ertüchtigung der alten Grundschule an der Georg-Leinfelderstraße vergeben, die nach Erledigung der Umbauarbeiten als weiterer Standort zur Verfügung stehen soll. Die Bauarbeiten zum Umbau der Schule haben zwischenzeitlich begonnen. Sie sollen noch im Dezember abgeschlossen sein.

Zwischenzeitlich haben mich dazu einige Reaktionen erreicht, in denen mir Unverständnis über diese Maßnahme zum Ausdruck gebracht wurde. Ich habe diese Entscheidung nicht mit Begeisterung herbeigeführt. Die Gründe, warum der Stadtrat meiner Empfehlung gefolgt ist, sind mit wenigen Worten nicht zu benennen. In Kurzform: Wir tun alles, damit die landkreiseigenen Turnhallen des Gymnasiums und der Franz-von-Lenbach-Realschule dauerhaft der Nutzung durch die Schulen und der Vereine zugänglich bleiben. Ich werde darauf in der Informationsveranstaltung am 13. November ausführlicher eingehen.

Für die nähere Zukunft sind noch weitere Standorte für die Unterbringung von Asylbewerbern in der Diskussion. Unter anderem die Grundschule in Mühlried, die nach dem Umzug der Schülerinnen in Schüler in die neue Schule ebenfalls umgebaut werden könnte. Die politische Diskussion dazu ist aber noch nicht abgeschlossen.

Die Bürgermeister im Landkreis erheben im Schulterschluss mit Landrat Roland Weigert die Forderung an die Regierungen in München und Berlin, dafür zu sorgen, dass endlich wirksame Maßnahmen zur Begrenzung der Flüchtlingsströme ergriffen werden. Momentan können wir aber nicht mehr tun, als für eine menschenwürdige Notunterbringung der uns zugewiesenen Personen zu sorgen. Dass das für alle Beteiligten, die Bevölkerung eingeschlossen, unbefriedigend ist, steht außer Frage.

Mit großem Engagement sorgen die vielen weit über hundert ehrenamtlichen Helfer dafür, dass das Zusammenleben funktioniert und die wichtigen Arztbesuche und Ämtergänge getätigt werden. Längst sind auch schon Deutschkurse gestartet, um die Basis dafür zu schaffen, dass das große Thema Integration in naher Zukunft gelingen kann. Wir können aber nicht vorhersehen, wer von den hier untergebrachten Asylbewerbern dauerhaft seine Bleibe in Schrobenhausen finden wird.

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