Containerdorf ist voll

Pres­se­mit­tei­lung des 1. Bür­ger­meis­ters Dr. Karl­heinz Ste­phan vom 03. Sept. 2015:

Containerdorf an der Bürgermeister-Götz-Straße ist voll belegt

postit Presse Von den insgesamt 188 verfügbaren Schlafplätzen ist jetzt nur noch ein Modul mit vier Betten frei.  Mit großem Einsatz kümmert sich der ehrenamtliche  Helferkreis  gleichermaßen um die Neuankömmlinge sowie auch um diejenigen, die schon vorher in ihre Zimmer eingezogen sind, in denen sie jetzt bis zum Abschluss ihres Asylbewerberverfahrens bleiben werden.

Innerhalb weniger Wochen hat Schrobenhausen also die ursprünglich für das ganze Jahr 2015 ausgegebene Vorgabe, ein Prozent der Bevölkerung aufzunehmen, erfüllt. Dabei kann es aber nicht bleiben. Zu groß ist nach wie vor die Zahl derer, die von der Regierung von Oberbayern in unseren Landkreis geschickt werden und vom Landratsamt untergebracht werden müssen. Aus diesem Grund wird aller Voraussicht nach die Stadthalle wieder eine Pufferfunktion als Zwischenunterkunft erfüllen, bis weitere dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten auch in den Umlandgemeinden geschaffen sind.

Der Landkreis ist derzeit damit befasst ein eigenes Grundstück am Högenauer Weg (neben dem Hackschnitzel-Heizkraftwerk) zu entwickeln. Welche Bauweise dort verwirklicht werden wird, steht noch nicht fest. Jedenfalls sollen dort noch heuer ebenfalls Aufnahmekapazitäten geschaffen werden.

Und schließlich ist der Landkreis an die Stadt mit der Bitte herangetreten, auch die momentan leer stehende alte Grundschule an der Georg-Leinfelder-Straße für Zwecke der Unterbringung von Asylbewerbern zu ertüchtigen. Darüber wird der Stadtrat in seiner Sitzung am 29. September beraten und beschließen. Landrat Roland Weigert hat in einer Besprechung mit den Fraktionschefs des Stadtrates deutlich vor Augen geführt, dass es auf Grund des derzeitigen Zustroms von Flüchtlingen quasi keine Alternative gibt. Außer der Schließung von Turnhallen als Kompensationsmaßnahme. Das aber will nun wirklich niemand.

Wir als Stadtverantwortliche werden weiter im engen Schulterschluss mit dem Landrat und seiner Mannschaft alles tun, um diese enorme Aufgabe gemeinsam zu stemmen. Dazu brauchen wir weiterhin die freiwillige Mitarbeit der Helferkreise. Wir brauchen aber auch endlich Maßnahmen auf Ebene der Landes-, Bundes- sowie der Europapolitik, die dafür sorgen, dass die Belastungen möglichst gleichmäßig verteilt werden und dass der Zustrom von Menschen zumindest aus den als sicher einzustufenden Herkunftsländern (Albanien, Kosovo, Mazedonien) beendet wird.

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